Gründe um in PY zu bleiben ?

Gründe um in PY zu bleiben ?

Beitragvon andiris » Montag 4. Januar 2010, 20:20

Hallo an alle Ausgewanderten,

ich habe viel gelesen über Gründe für das Auswandern, Vorhaben mal realistisch, mal traumtänzerisch, viele viele Gründe vom Auswandern die Finger zu lassen etc.
Mich würde mal interessieren, wie nah eure ursprünglichen Plänen mit der heutigen Lebenssituation zu tun haben. Haben sich eure Vorstellungen bestätigt? Habt ihr viele Nackenschläge einstecken müssen? Wie seid ihr damit umgegangen?
Eins scheint mir klar: Wer seinen Lebensunterhalt in PY verdienen muss, darf kein Faulenzer sein und sich mehr als eine Verdienstquelle suchen.

Bin über jede Insider Erfahrung dankbar
Gruss andiris
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Beitragvon andiris » Donnerstag 7. Januar 2010, 14:25

Will sich niemand dazu äußern?

Oder sind die Fragen zu indiskret?

LG andiris
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Beitragvon Kay » Donnerstag 7. Januar 2010, 16:29

Hallo andiris

also es wird sich hier kaum jemand finden, der offen über die eigenen Mißerfolge berichtet - ist ja auch verständlich. Einige haben in PY ihr Traumland gefunden, die meisten haben sich arrangiert, genießen die Vorzüge und versuchen mit den Nachteilen (die es nunmal in jedem Land der Welt gibt) bestmöglichst zurechtzukommen. Sicher ist, daß jemand, der glaubt, in PY wäre "alles besser" als in D, enttäuscht werden wird.

Letztendlich hilft nur: selbst anschauen, sich selbst ein Bild der Lage machen und für sich selbst entscheiden, ob PY das Land ist, in dem man leben kann und möchte - oder eben nicht.

Gruß, Kay
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Beitragvon andiris » Donnerstag 7. Januar 2010, 17:14

Naja ist zwar schade, aber auch irgendwie verständlich. Mit welcher Häme da nochmals draufgeprügelt wird, wenn jemand scheitert ist echt erbärmlich. Für manche scheint ja der Misserfolg anderer ein regelrechtes Hochgefühl zu verursachen.

Vielleicht hab ich mich ja nicht richtig ausgedrückt :oops: dann sorry!

Ich will ja keine Details wissen, sondern nur ob die Geschäftsidee mit der ihr rüber seid sich auch vor Ort so gut wie gedacht war. Ich will ja garnicht wissen welche Idee, sondern es geht mir darum, ob Einwanderer, die es JETZT geschafft haben sich was aufzubauen, ihre Möglichkeiten in PY zu Anfang richtig eingeschätzt haben. Auch wenn man sich alles vor Ort angeschaut hat und gut recherchiert hat, muss man eben später feststellen, dass Umsatzerwartung und Realität nicht übereinstimmen. Hat nix mit Versagen zu tun sondern mit kritischer Einschätzung der Geschäftssituation.

Auweia, hoffentlich war´s jetzt klarer
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Beitragvon Kampftiger » Donnerstag 7. Januar 2010, 18:02

andiris hat geschrieben:Ich will ja garnicht wissen welche Idee, sondern es geht mir darum, ob Einwanderer, die es JETZT geschafft haben sich was aufzubauen, ihre Möglichkeiten in PY zu Anfang richtig eingeschätzt haben.


Was verstehst Du unter "JETZT", welchen Zeitraum meinst Du damit?

Viele scheitern schon an ihrem Größenwahn! Damit meine ich jetzt, sie kommen rüber, haben eine tolle Geschäftsidee, führen diese auch durch und gehen alleine an den Mietkosten Pleite. 2.500 $ nur an Miete müssen erstmal erarbeitet werden, dazu kommen dann noch Personalkosten, Strom usw. usf. Auch sollte keiner die Abfindungen für evt. gekündigte Angestellte vernachlässigen. Geht nämlich mal ein zu unrecht gekündigter zum Arbeitsgericht, dann wird es meist sehr, sehr teuer. Hinzu kommt dann noch das sie oft von Landsleuten, wie Weihnachtsgänse, ausgenommen werden. Dabei spielt es keine Rolle ob es Deutsche, Polen, Russen, Schweizer, Japaner usw. sind. In jeder Bevölkerungsgruppe gibt es schwarze Schafe.

In Deutschland rechnet man am Anfang ca. mt 3 Jahren bis das Geschäft den ersten kleinen Gewinn abwirft, das kann man auch so auf Paraguay übertragen, aber nur wenn man die Landessprache perfekt beherrscht. Ansonsten vergiss es!

Gruß

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Beitragvon oli » Donnerstag 7. Januar 2010, 21:04


Viele scheitern schon an ihrem Größenwahn! Damit meine ich jetzt, sie kommen rüber, haben eine tolle Geschäftsidee,

Volle Zustimmung (wie Du weisst)- vielleicht sollte man noch ergaenzen: Geschaftsideen kann man normalerweise sowieso erst vor Ort entwickeln. Zuerst muss man mal die oertlichen Gegebenheiten kennen.

Auch sollte keiner die Abfindungen für evt. gekündigte Angestellte vernachlässigen. Geht nämlich mal ein zu unrecht gekündigter zum Arbeitsgericht, dann wird es meist sehr, sehr teuer.


Solche Prozesse verliert man als Auslaender immer. Spielt keine Rolle ob zu unrecht oder zurecht gekuendigt.


Hinzu kommt dann noch das sie oft von Landsleuten, wie Weihnachtsgänse, ausgenommen werden. Dabei spielt es keine Rolle ob es Deutsche, Polen, Russen, Schweizer, Japaner usw. sind. In jeder Bevölkerungsgruppe gibt es schwarze Schafe.


Nicht nur von Landsleuten...


In Deutschland rechnet man am Anfang ca. mt 3 Jahren bis das Geschäft den ersten kleinen Gewinn abwirft,


kommt wohl aufs Geschaeft an...


das kann man auch so auf Paraguay übertragen, aber nur wenn man die Landessprache perfekt beherrscht. Ansonsten vergiss es!


Sprachkenntnisse sind eine offensichtliche Notwendigkeit- keine Kommunikation, kein Geschaeft. Zusaetzlich braucht man aber auch noch Landeskenntnisse, und das ist ein echtes Problem, zumal es bei vielen Auslaendern echte Integrationsprobleme gibt.

Gruss
oli.
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Beitragvon andiris » Freitag 8. Januar 2010, 15:25

@oli
Integrationsprobleme von welcher Seite aus? Deutsche, die nach Py gehen und alles ablehnen, was nicht "deutsch" ist?

Brrr!!! Da bekomm ich gleich Gänsehaut!! Ich tu mich leider etwas schwer beim Spanisch lernen, doch ich denke der Paraguayer erkennt, ob sich jemand echt bemüht.
andiris
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Beitragvon Kampftiger » Freitag 8. Januar 2010, 16:53

andiris hat geschrieben:@oli
Integrationsprobleme von welcher Seite aus? Deutsche, die nach Py gehen und alles ablehnen, was nicht "deutsch" ist?


Nicht nur von Deutschen, aber da wir ja selbst Deutsche sind, fallen die uns natürlich sofort auf :)



Brrr!!! Da bekomm ich gleich Gänsehaut!! Ich tu mich leider etwas schwer beim Spanisch lernen, doch ich denke der Paraguayer erkennt, ob sich jemand echt bemüht.


Wenn Du hier geschäftlich tätig sein willst/musst, dann kommst Du nicht darum herum die Sprache wirklich perfekt zu beherrschen. Ansonsten bist Du nicht nur ein potentielles Opfer für Deine Landsleute, sondern auch für Paraguayos.

Nur allein von den Einwanderern kann hier niemand leben, man ist immer auf die Paraguayer als Kundschaft mit angewiesen. Bleiben diese aus, dann vergiss Deine geschäftlichen Ambitionen. Alles was Du anbietest, kann der Paraguayer auch und das meist noch zu besseren Preisen als Du. Also brauchst Du etwas wo Du wirklich gut bist und nicht nur Einwanderer zu Dir kommen.

Gruß

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Beitragvon InLu56 » Freitag 8. Januar 2010, 18:36

Hallo Zusammen,

alle Geschäfte die gemacht werden, gehen nur, das ist meine Meinung, in Verbindung
mit den Paraquayern. Der Verdienst bewegt sich halt im Cent bzw im minimalen Eurobereich.
Ausgenommen eventuell die Computer Freaks :lol: Die Regeln alles per Internet.
Ansonsten Rentner und Selbstversorger :wink:
Aber ich denke "Kleinvieh" macht auch Mist.

Gruss InLu
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Beitragvon oli » Samstag 9. Januar 2010, 09:58

InLu56 hat geschrieben:

alle Geschäfte die gemacht werden, gehen nur, das ist meine Meinung, in Verbindung
mit den Paraquayern. Der Verdienst bewegt sich halt im Cent bzw im minimalen Eurobereich.


Kommt aufs Geschaeft drauf an. Die kapitalkraeftigsten Leute in Paraguay sind- Paraguayer. Sind zwar relativ wenige, aber umso spendierfreudiger.
Deutsche Einwanderer spielen keine soooo grosse Rolle, wie immer dargestellt wird und als potentieller Markt sind sie recht uninteressant, da die meisten sowieso relativ wenig Kaufkraft (oder -lust) haben (ist ja alles viiieeel zu teuer...).

Gruss
oli.
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Beitragvon andiris » Samstag 9. Januar 2010, 12:46

Ich bin eher praktisch veranlagt und lerne Sprachen eher in der täglichen Nutzung. Da bei uns eher weniger Spanier wohnen muss ich mich mit den blöden Lehrbüchern, CDs etc. rumplagen. Hab aber auch noch etwas Zeit :lol:
Wenn ich dann inPy bin, wird das schon :roll:

LG andiris
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Beitragvon chaco86 » Samstag 9. Januar 2010, 13:13

...und wenn Du dann in PY bist, wirst Du feststellen, das die Sprache dort sich schon vom "Spanischen" unterscheidet.

Man, wie habe ich mich blamiert als ich mit meinem PY-kastelanisch in Spanien war.^^ :wink:
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Beitragvon jogi » Samstag 9. Januar 2010, 15:42

ich wär ja froh wenn ich mich damit blamieren könnte.
Mein Spanisch reicht noch nichtmal dafür aus.

Aber immerhin liegt aufm Klo schon das erste Spanisch-Buch...

hasta luego
+lol
Grüüüüüße an alle Guten
Jogi
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Beitragvon bandit » Samstag 9. Januar 2010, 22:05

Ich bin seit 18 Jahren hier und meine Erwartungen haben sich voll erfüllt. Allerdings habe ich dafür weniger Zeit veranschlagt.

Jetzt bin ich soweit daß ich die meisten Geschäft über Telefon und Internet erledige und dabei sehr gut verdiene. Bis dahin war es aber ein langer und schwieriger Weg mit vielen Hindernissen. So gut wie hier hätte ich in der alten Heimat niemals verdienen können.

Ergänzend habe ich vor 9 Jahren auch noch die Rechte studiert. Das ist wirklich eine sehr interessante und nützliche Bereicherung.

Aber Voraussetzung dafür ist das Beherschen der Sprache.
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Beitragvon andiris » Sonntag 10. Januar 2010, 23:49

Gratuliere dir bandit!

Gönn ich jedem ohne Neid, denn vom Neid kann ich nicht abbeißen. Sollte so mancher Wadenbeißer mal beherzigen :twisted:
Dein ursprünglicher Plan, als du ausgewandert bist, hat der eine Zeit lang funktioniert oder hat der paraguayische Alltag dich sofort eines besseren belehrt?

Mir geht es darum herauszufinden, ob es sinnvoll ist sich mit einem ausgearbeiteten Geschäftskonzept an die Auswanderung zu machen, oder man kommt unvoreingenommen, beobachtet den Markt und entscheidet dann nach seinen Fähigkeiten.

Ich hab halt so das Gefühl, dass man fast ein Tausendsassa in PY sein muss, wenn man nicht mit einem sehr bequemen Polster gesegnet ist oder in D sein Geld verdienen darf.

Ein um ermutige Nachrichten bittender
andiris
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